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Black Week mit 500 Produkten: ein Look, ein Muster, und der Montag danach

16. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · Stefan Hartmann

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Black Week braucht ein Shop mit 500 Produkten keine 500 Entwürfe, sondern zwei Änderungen am angeschlossenen Bestand: einen Look für die Woche und ein Badge-Muster wie „BLACK WEEK · statt {compare_price}“.
  • Das Muster füllt sich nur, wo der Shop einen Vergleichspreis über dem Preis führt. Ein Produkt, das in der Black Week nicht reduziert ist, bekommt kein Black-Week-Badge — auch wenn der Look für alle gilt.
  • Ändern sich Look oder Muster, setzt die nächste Prüfung jede Zeile neu: 500 Produkte in den drei Standardformaten sind 1.500 Grafiken, jede kostenlos. Auf Freigabe gestellt, bleiben die veröffentlichten Grafiken stehen, bis jemand freigibt.
  • Das Ende erledigt der Shop: Nimmt er nach Cyber Monday die Aktionspreise zurück, verschwinden Badge und Aktionspreis mit der nächsten Prüfung. Den Look der Woche muss jemand zurückstellen; vergisst er es, wirbt nichts falsch.
  • ListingShot zeigt den Vergleichspreis, den der Shop schreibt. Ob er der niedrigste Preis der letzten 30 Tage ist, den die Preisangabenverordnung bei einer Preisermäßigung verlangt, prüft es nicht.

Black Friday ist in diesem Jahr am 27. November, Cyber Monday am 30. Ein Shop, der mitmacht, ändert in dieser Woche viele Preise auf einmal. Und für jedes Produkt, das reduziert ist, will er eine Grafik mit dem neuen Preis: für Instagram, für die Story, für die Anzeigen, für den Newsletter.

Bei 500 Produkten sind das in drei Formaten 1.500 Grafiken. Wer sie entwirft, ist am Freitag fertig, wenn die Woche fast vorbei ist. Und am Dienstag danach zeigen 1.500 Grafiken Preise, die es nicht mehr gibt.

Wie ein Sale-Badge aus dem Shop-Export entsteht, haben wir im September beschrieben: Der Export führt neben dem Preis einen Vergleichspreis, und ein Muster wie „SALE · statt {compare_price}“ füllt sich nur dort, wo der Vergleichspreis höher ist. Dieser Beitrag geht einen Schritt weiter, zur Woche, für die die meisten Shops ein solches Badge überhaupt erst brauchen: was dafür am ganzen Bestand zu tun ist, in welcher Reihenfolge, und was danach passiert.

Zwei Änderungen, nicht 500

Ein angeschlossener Bestand ist eine Adresse, unter der der Shop seine Produktdatei als CSV veröffentlicht, und ein Abstand, in dem ListingShot sie liest, frühestens alle 15 Minuten. Am Bestand hängen ein Look und feste Werte, die unter jeder Zeile liegen. Für die Black Week ändern sich genau diese zwei:

PATCH /v1/feeds/feed_…
{
  "style": {
    "brand_color": "#F2C94C",
    "ink": "#0B0B0C",
    "uppercase_title": true,
    "title_weight": "black",
    "corner": "sharp",
    "badge": "rect",
    "layout": { "photo": "inset", "panel": "ink", "cta": true, … }
  },
  "values": {
    "badge": "BLACK WEEK · statt {compare_price}",
    "cta": "Jetzt im Shop ansehen"
  }
}

Der Look ist der Look der Woche: schwarzer Grund, gelber Preis, Titel in Versalien, das Produkt in der Mitte. Die Werte werden als Ganzes ersetzt; was vorher galt, etwa der Handlungsaufruf, gehört darum mit hinein.

Weil Look und Werte zu dem gehören, was eine Zeile ausmacht, sieht die nächste Prüfung jede Zeile als geändert und setzt sie neu. Niemand öffnet 500 Entwürfe.

Zwei quadratische Grafiken desselben Sneakers Halden Low von Nordwerk. Links der Alltag: das Foto formatfüllend, darunter Titel, der grüne Preis 199,00 € und die Fakten 42 und Sneaker, kein Badge. Rechts die Black Week: schwarzer Grund, Titel in Versalien, das Foto in der Mitte mit dem gelben Badge BLACK WEEK · statt 199,00 €, darunter der gelbe Preis 179,00 € und ein gelber Knopf Jetzt im Shop ansehen.
Derselbe Sneaker in der Woche davor und in der Black Week. Geändert haben sich ein Look und ein Wert am Bestand — und der Preis, den der Shop selbst gesenkt hat.

Das Badge nur dort, wo der Preis sinkt

In einer Black Week ist selten alles reduziert. Ein Shop senkt die Sneaker, das E-Bike nicht. Ein Black-Week-Badge auf dem E-Bike wäre ein Versprechen, das der Shop nicht hält.

Das Muster löst das von selbst, weil es eine Regel hat, die für alle Muster bei ListingShot gilt: Ist ein Platzhalter leer, entfällt das ganze Muster. {compare_price} gibt es nur, wenn der Shop einen Vergleichspreis über dem Preis führt. Auf dem E-Bike steht keiner, also gibt es kein Badge.

Zwei Grafiken im Black-Week-Look nebeneinander. Links der Sneaker mit dem Badge BLACK WEEK · statt 199,00 € und dem Preis 179,00 €. Rechts das Trekking E-Bike Nordkap 8 von Talwerk mit dem Preis 3.499,00 €, im selben schwarzen Look, aber ohne Badge.
Derselbe Look, dasselbe Muster, zwei Produkte. Nur das reduzierte trägt das Badge; das E-Bike hat im Export keinen Vergleichspreis.

Beide Bilder oben sind echte Aufrufe, keine Montage: zwei Zeilen eines Shopify-Exports, gelesen wie ein Bestand sie liest, mit den Werten der Woche darunter.

Die Reihenfolge der Woche

Ein paar Tage vorher. Den Bestand auf Freigabe stellen und Look und Muster ändern. Die nächste Prüfung setzt jede Zeile neu, aber die veröffentlichten Grafiken bleiben stehen: Die neuen Fassungen liegen als ausstehend bereit, man sieht sich eine Handvoll an und weiß, ob der Look trägt. Noch sind die Preise nicht gesenkt, also trägt noch kein Produkt ein Badge.

Zum Start. Der Shop senkt seine Preise, wie er es ohnehin tut. Die nächste Prüfung sieht bei jedem reduzierten Produkt einen neuen Preis und einen Vergleichspreis; das Muster füllt sich. Eine Freigabe für alle ausstehenden Zeilen, ein Aufruf, und die Grafiken der Woche sind live. Wer die Freigabe nicht will, lässt den Bestand auf automatisch; dann gehen die Grafiken mit der Prüfung live.

Einen Zeitplan, der den Look um Mitternacht von selbst wechselt, hat ListingShot nicht. Der Wechsel ist ein einziger Aufruf; wer ihn nicht von Hand machen will, legt ihn in eine Automatisierung, die ohnehin um Mitternacht läuft.

Die Adressen bleiben. Jede Zeile hat je Format eine Adresse, die sich nie ändert, und dahinter liegt immer die neueste Grafik. Ein Newsletter-Baustein oder eine Seite, die diese Adresse einbindet, zeigt in der Black Week die Grafik der Black Week und danach wieder die andere, ohne dass jemand sie anfasst. Wer wissen will, wann und welche Zeilen sich geändert haben, hinterlegt einen Webhook; er meldet sich bei jeder Prüfung, die etwas ändert.

Der Montag danach

Das ist der Teil, an den am 30. November niemand denkt, und der Grund, warum wir diesen Beitrag im Oktober schreiben.

Nach Cyber Monday nimmt der Shop seine Aktionspreise zurück. Die nächste Prüfung sieht wieder den regulären Preis und keinen Vergleichspreis mehr; das Muster entfällt, und jede Grafik zeigt wieder den Preis, der im Shop steht. Dafür muss niemand etwas tun. Dass ein Preis, der auf einen früheren Wert zurückkehrt, als Änderung erkannt wird, ist seit einem Fehler im eigenen Betrieb durch einen Test bewacht.

Was nicht von selbst geht, ist der Look. Den stellt jemand zurück, mit demselben Aufruf wie zum Start, nur mit dem Alltagslook und den Alltagswerten. Vergisst er es, tragen die Grafiken im Dezember weiter Schwarz und Gelb, aber mit regulärem Preis und ohne Badge. Das ist unschön, aber es wirbt nichts Falsches. Die Reihenfolge ist Absicht: Was eine Grafik unwahr machen würde, hängt am Shop; was ihr nur nicht mehr steht, hängt an einer Person.

Wer den Bestand nur für die Black Week angeschlossen hat, hält ihn danach an, aber erst nach der Prüfung, die die regulären Preise gelesen hat. Ein Bestand, der davor angehalten wird, behält die Aktionspreise auf seinen Grafiken.

Was ListingShot nicht prüft

Den Vergleichspreis. ListingShot setzt „statt 199,00 €“, weil der Shop 199,00 € als Vergleichspreis führt, und es weiß nicht, woher die Zahl kommt.

Das ist in der Black Week wichtiger als sonst. Wer in Deutschland eine Preisermäßigung bekannt gibt, muss nach der Preisangabenverordnung den niedrigsten Preis angeben, den er in den 30 Tagen davor verlangt hat. Ein Vergleichspreis, der vor drei Wochen zum letzten Mal galt, weil das Produkt im Oktober schon einmal reduziert war, ist dafür der falsche. ListingShot prüft das nicht. Ob die Zahl in der Spalte stimmt, entscheidet der Shop. Das ist keine Rechtsberatung, nur der Hinweis, an welcher Stelle die Grafik der Datei glaubt.

Woher die Datei kommt, und was es kostet

Der Bestand liest CSV, auch mit Semikolon oder Tabulator getrennt. Ein Shopify-Export ist eine Datei und keine Adresse; als Bestand dient darum in der Regel der Google-Produktfeed, den eine Feed-App erzeugt und der price und sale_price führt. Eine Feed-App, die nur XML ausgibt, genügt nicht. Shopware erzeugt den Feed über den Verkaufskanal „Produktvergleich“, WooCommerce über eine Feed-Erweiterung.

Ein angeschlossener Bestand kostet 50 € im Monat bis 500 Datensätze, Aktualisierungen enthalten — wie oft sich in der Black Week ein Preis ändert, spielt keine Rolle, und jede Grafik ist kostenlos. Der Monatsbeitrag wird mit der ersten Prüfung eines Monats gebucht. Die Black Week liegt dieses Jahr ganz im November; ein Bestand, der vor der ersten Prüfung im Dezember angehalten wird, kostet im Dezember nichts.

Ohne Bestand geht es auch, nur ohne das Ende: ein Import der Datei kostet 4 ct je Produkt, 500 Produkte also 20 €, und die Grafiken sind sofort da. Am Dienstag nach Cyber Monday zeigen sie dann aber, was am Montag galt, bis jemand die Datei neu importiert. Für eine Aktion, die endet, ist der Bestand der Weg.

Häufige Fragen

Muss ich jedes Produkt einzeln für die Black Week vorbereiten?

Nein. Look und Badge-Muster gelten für den ganzen Bestand. Welches Produkt ein Badge trägt, entscheidet der Preis im Shop: Wo ein Vergleichspreis über dem Preis steht, füllt sich das Muster, sonst entfällt es. Eine Liste der reduzierten Produkte pflegt niemand.

Wann erscheinen die Aktionsgrafiken?

Mit der ersten Prüfung nach der Änderung. Ein Bestand wird in einem festen Abstand geprüft, frühestens alle 15 Minuten; eine Prüfung lässt sich außerdem sofort anstoßen. Einen Zeitplan für den Look gibt es nicht: Den Wechsel um Mitternacht macht ein Aufruf, von Hand oder aus einer Automatisierung.

Kann ich die Grafiken sehen, bevor sie live gehen?

Ja. Ein Bestand auf Freigabe setzt geänderte Zeilen neu, lässt die veröffentlichte Grafik aber stehen. Die neuen Fassungen liegen als ausstehend bereit und gehen mit einer Freigabe live, alle auf einmal oder ausgewählte Zeilen.

Was kostet das für 500 Produkte?

Ein angeschlossener Bestand kostet 50 € im Monat bis 500 Datensätze, Aktualisierungen enthalten. Jede Grafik ist kostenlos, auch jede neue Fassung. Der Monatsbeitrag wird mit der ersten Prüfung eines Monats gebucht; ein Bestand, der einen ganzen Monat angehalten bleibt, prüft nicht und kostet in diesem Monat nichts.

Ist „statt 199,00 €“ in der Black Week erlaubt?

Das hängt vom Vergleichspreis ab, nicht von der Grafik. Wer in Deutschland eine Preisermäßigung bekannt gibt, muss den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage davor angeben. ListingShot setzt den Vergleichspreis, den der Shop in seinen Daten führt, und prüft nicht, woher er kommt. Das ist keine Rechtsberatung; im Zweifel fragen Sie jemanden, der eine geben darf.

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