Regeln der Plattformen · Stand 9. September 2026
Wo Text auf dem Bild erlaubt ist, und wo nicht.
Die Antwort hängt vom Platz ab, und die Plätze widersprechen sich. Ein Produktfeed will das nackte Foto, eine Anzeige will den Preis darauf, ein Portal will weder Logo noch Rahmen. Hier steht jede Regel mit ihrer Quelle und dem Tag, an dem wir sie gelesen haben — und was ListingShot für den jeweiligen Platz liefert oder eben nicht.
Das Wichtigste in Sätzen
- Produktfeeds und Kataloge — Google Shopping, Meta-Katalog, Amazon-Hauptbild — verlangen das Foto ohne Preis, Text, Logo oder Rahmen.
- Anzeigen erlauben Text: Meta seit 2020 ohne Textanteil-Grenze, Google in Demand Gen, Performance Max und im Displaynetzwerk, Pinterest empfiehlt ihn.
- Die eine Ausnahme unter den Anzeigen: Bild-Assets für Google-Suchanzeigen dürfen weder Text noch Logo tragen.
- ImmoScout24 bittet um Objektbilder ohne Wasserzeichen, Rahmen und Logos.
- Darum trennt ListingShot beides: das Foto bleibt im Feed und im Portal, die Grafik mit Preis geht in Anzeigen und eigene Kanäle.
Produktfeeds und Kataloge: nein
Überall, wo ein Bild das Produkt in einer Liste vertritt, will die Plattform das Produkt und sonst nichts. Der Preis steht daneben, aus dem Feed, und darf nicht doppelt und womöglich veraltet auf dem Bild stehen.
| Wo | Text auf dem Bild | Die Regel | Dafür bei ListingShot |
|---|---|---|---|
| Google Shopping — Hauptbild und weitere Bilder im Produktfeed | Nein | „Don’t use an image that contains promotional elements or content that covers the product.“ Genannt werden Handlungsaufrufe, Preise, „free shipping“, Werbeadjektive, Wasserzeichen, Markennamen und Logos, die nicht zum Produkt gehören, Barcodes. Und: „Don’t use an image with a border.“ Quelle: Google Merchant Center, image_link | Keine Grafik. Das Produktfoto bleibt im Feed, wie es ist. |
| Meta-Katalog — Produktbilder für Shops und Advantage+-Katalog-Anzeigen | Nein | „Don’t include text that overlays the product, calls to action, promo codes, watermarks or time-sensitive information such as temporary price drops.“ Quelle: Meta-Hilfebereich, Spezifikationen für Produktbilder in Katalogen | Keine Grafik. Das Katalogbild ist das Foto. |
| Amazon — Hauptbild | Nein | Reinweißer Hintergrund; kein Text, kein Logo, kein Wasserzeichen, kein Rahmen, keine eingesetzten Bilder. Auf den weiteren Bildern sind Text und Grafiken erlaubt. Quelle: Amazon Seller Central, Bildanforderungen für Produkte (Anmeldung nötig) | Keine Grafik fürs Hauptbild. Eine Grafik mit Preis und Angaben kann eines der weiteren Bilder sein. |
Anzeigen: ja, mit einer Ausnahme
Eine Anzeige ist ein Werbemittel. Preis, Handlungsaufruf und Logo sind dort nicht nur erlaubt, sondern der Zweck. Die Ausnahme sind die Bild-Assets für Google-Suchanzeigen, die als Foto neben dem Anzeigentext laufen.
| Wo | Text auf dem Bild | Die Regel | Dafür bei ListingShot |
|---|---|---|---|
| Meta — Anzeigen und Beiträge auf Facebook und Instagram | Ja | Die 20-Prozent-Regel ist seit September 2020 abgeschafft; Meta prüft den Textanteil nicht mehr und empfiehlt weiterhin, wenig Text zu setzen. Quelle: Meta, Mitteilung an Werbetreibende, September 2020 | Instagram-Post, Story, Hochformat, Link-Vorschau — mit Preis und Angaben als Text. |
| Google Ads — Demand Gen und Performance Max, Bild-Assets | Ja | „You can use images with overlays, but it’s recommended to use at least one image without overlays for each aspect ratio (square, horizontal, and vertical).“ Quelle: Google Ads-Hilfe, Bild-Assets für Performance Max | Anzeige 1,91:1, 1:1 und 4:5 in Googles Maßen — dazu laden Sie das nackte Foto als das eine Bild ohne Overlay hoch. |
| Google Ads — Bild-Assets für Suchanzeigen | Nein | Nicht erlaubt: „Images with text or graphic overlay including brand logos or brand logos being used as the image asset“, dazu Collagen, unscharfe, verzerrte und schlecht beschnittene Bilder. Quelle: Google Ads-Richtlinien, Formatanforderungen für Bild-Assets | Keine Grafik. Hier gehört das Foto hin. |
| Google Displaynetzwerk — hochgeladene Anzeigenbanner | Ja | Ein Banner ist das Werbemittel selbst; Text, Preis und Handlungsaufruf sind Teil des Formats. Quelle: Google Ads-Hilfe, Spezifikationen für Displayanzeigen | Display-Anzeige, Leaderboard, Billboard, Skyscraper, Halbseite, Mobilanzeige — die Google-Größen. |
| Pinterest — Pins und Anzeigen | Ja | Pinterest empfiehlt Textoverlays: „Stack your story by putting visuals in the middle, then stacking text overlay with key messaging at the top and extra details at the bottom.“ Und: „Your logo or brand name should be clearly visible on every ad.“ Showcase- und Quiz-Anzeigen: höchstens zehn Wörter. Quelle: Pinterest Business, Creative Best Practices | Pinterest 1000×1500 mit Knopf. |
Immobilienportale: nein
Das Portal zeigt Ihr Objekt in seiner eigenen Liste, neben denen der anderen Anbieter, und will dort keine Werbung im Bild.
| Wo | Text auf dem Bild | Die Regel | Dafür bei ListingShot |
|---|---|---|---|
| ImmoScout24 — Objektbilder | Nein | „Bitte keine Wasserzeichen, Rahmen oder Logos auf dem Bild platzieren.“ Für Gewerbe: „Gewerbebilder mit Elementen wie Logos, Werbebannern, Rahmen oder Textinhalten jeglicher Art empfehlen wir daher nicht für die Anzeige in der Gewerbe-Ergebnisliste.“ Quelle: ImmoScout24, Anwender-Handbuch und Bildrichtlinie Gewerbe | Keine Grafik ins Portal. Die Grafik gehört in Ihre Kanäle, das Portal bekommt das Foto. |
Eigene Kanäle: ja
Alles, was Sie selbst veröffentlichen, unterliegt keiner Regel außer Ihrer eigenen.
| Wo | Text auf dem Bild | Die Regel | Dafür bei ListingShot |
|---|---|---|---|
| Eigene Kanäle — Link-Vorschau, Newsletter, Schaufenster, Bildschirm, WhatsApp-Status, LinkedIn | Ja | Keine Plattformregel. Was auf dem Bild steht, entscheiden Sie. Quelle: — | Link-Vorschau 1200×630, E-Mail-Kopf, Aushang A4 als Vektor, Bildschirm 16:9, Story für den Status. |
Was daraus folgt
Ein Produkt braucht beides: das Foto für Feed, Katalog und Portal, und die Grafik mit Preis für die Anzeige und die eigenen Kanäle. Das Foto haben Sie. Die Grafik entsteht aus demselben Datensatz, in den Maßen, die die jeweilige Plattform verlangt — jedes Format mit Einsatzort —, und wenn sich der Preis ändert, folgt die Grafik dem Preis, statt ihn zu überleben.
Die Regeln oben sind Zitate mit Datum. Ändert eine Plattform ihre Regel, ändern wir die Zeile; steht hier etwas, das Ihrer Erfahrung widerspricht, schreiben Sie uns.
Häufige Fragen
Darf der Preis auf das Produktbild für Google Shopping?
Nein. Für das Hauptbild im Produktfeed verlangt Google das Produkt ohne Werbeelemente: keine Preisangabe, kein Handlungsaufruf, kein „Kostenloser Versand“, kein Wasserzeichen, kein Logo, das nicht zum Produkt gehört, und kein Rahmen. Dasselbe gilt für die weiteren Bilder im Feed. Der Preis mit Text gehört in die Anzeigenbilder von Demand Gen und Performance Max und ins Displaynetzwerk, wo er erlaubt ist.
Gilt die 20-Prozent-Regel für Text auf Facebook-Anzeigen noch?
Nein. Meta hat die Regel, nach der Anzeigenbilder mit mehr als 20 Prozent Textfläche eingeschränkt wurden, im September 2020 abgeschafft. Es gibt keine Prüfung des Textanteils mehr; Meta empfiehlt weiterhin, Text sparsam zu setzen, weil Bilder mit wenig Text in der Regel besser laufen. Für Produktbilder im Meta-Katalog gilt etwas anderes: dort soll kein Text über dem Produkt liegen.
Darf ein Maklerbüro sein Logo auf die Objektbilder bei ImmoScout24 setzen?
ImmoScout24 bittet ausdrücklich darum, es nicht zu tun: „Bitte keine Wasserzeichen, Rahmen oder Logos auf dem Bild platzieren.“ Für Gewerbeimmobilien nennt die Bildrichtlinie Logos, Werbebanner, Rahmen und Textinhalte jeglicher Art als Elemente, die für die Ergebnisliste nicht empfohlen werden. Die Grafik mit Preis, Logo und Handlungsaufruf gehört in die eigenen Kanäle: Instagram, Facebook, den Newsletter, das Schaufenster.
Wo ist Text auf dem Bild ausdrücklich erwünscht?
In den eigenen Kanälen und in den meisten Anzeigen: Instagram- und Facebook-Beiträge und -Anzeigen, Stories, Pinterest-Pins, Google-Anzeigen in Demand Gen, Performance Max und im Displaynetzwerk, die Link-Vorschau beim Teilen, der Newsletter-Kopf, der Aushang im Schaufenster und der Bildschirm im Büro. Pinterest empfiehlt Textoverlays sogar und will das Logo auf jeder Anzeige sichtbar sehen. Nur die Bild-Assets für Google-Suchanzeigen müssen ohne Text und Logo auskommen.